FAST

Wer durch kriegerische Auseinandersetzungen oder Naturkatastrophen wie den Tsunami, durch Hungersnöte oder Erdbeben alles verliert, braucht dringend humanitären Beistand. Die ASB-Auslandshilfe leistet seit vielen Jahren erfolgreich weltweit Hilfe für Menschen in Not. Eine schnelle, professionelle und effektive Reaktion bei internationalen Katastrophen ermöglicht der ASB durch sein Soforthilfeinstrument: die First Assistance Samaritan Teams (FAST). Die Kernelemente der FAST-Hilfe liegen in der Trinkwasseraufbereitung und der basismedizinische Versorgung. Die Teamstärke pro Modul liegt bei 5-8 Helfern.

Trinkwasseraufbereitung

Die Teams sind für den Einsatz hochwertig und umfangreich ausgestattet. Kernstück des Wasserteams ist eine Trinkwasseraufbereitungsanlage mit einer Leistungsfähigkeit von 1.500 bis 2.000 Liter/Stunde. Das produzierte Wasser ist von reinster Qualität und für den medizinischen Bereich geeignet.

Basismedizinische Versorgung

Das medizinische Team arbeitet mit einer Zeltambulanz mit bis zu acht Behandlungsplätzen. Die Ausstattung basiert auf dem WHO-Emergency-Health-KIT (basic & supplementary) sowie umfangreichen zusätzlichen Geräten und Verbrauchsmaterialien. Die FAST Mitarbeiter durchlaufen eine umfassende Ausbildung, um sich auf die Arbeit im Ausland vorzubereiten.

Einsatz-Teams

Ein FAST Einsatz dauert maximal 6 Wochen. Dieser Zeitraum entspricht meist auch der Akutphase nach einer Katastrophe, in der die Not am größten ist. Die Einsatzdauer für den einzelnen Helfer beträgt 14 Tage. Danach werden sie vom Folgeteam abgelöst. Um auf die weltweit zunehmenden Katastrophenereignisse schnell und professionell reagieren zu können, werden die ASB-Schnelleinsatzteams weiter ausgebaut.

Freiwillige Engagement für FAST

Die First Assistance Samaritan Teams (FAST) bestehen aus haupt- und ehrenamtlichen Samariterinnen und Samaritern, die ein grundsätzliches Interesse an Katastrophenhilfe im Ausland mitbringen. Die Mitarbeit im FAST erfolgt auf freiwilliger Basis. Um den Anforderungen professioneller Hilfe im Ausland gerecht zu werden, müssen die FAST Mitarbeiter weitere Eignungskriterien erfüllen:

  • gute bis sehr gute Englischkenntnisse
  • nachgewiesener guter Gesundheitszustand
  • hohe Belastbarkeit
  • Teamfähigkeit
  • entsprechende Zusatzqualifikation je nach Einsatzbereich

Zudem bereiten sich die FAST-Helfer während eines umfassenden Ausbildungsprogramms auf ihre Auslandseinsätze vor. Darin werden nicht nur fachspezifische Inhalte, z.B. zur Trinkwasseraufbereitung und basismedizinischen Versorgung, vermittelt, sondern auch wichtige Themen wie Sicherheit im Auslandseinsatz, Stressbewältigung, interkulturelle Kommunikation und Standards der humanitären Hilfe.

Die letzten Einsatzgebiete des FAST waren die Philippinen (2013), der Nordirak (2012), Haiti (2010) und Sumatra/Indonesien (2009).